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191130 pressemitteilungstadtpark 1 original Foto: SPD Lehrte

29. November 2019: SPD-Ratsfraktion sieht schweren Eingriff in den Stadtpark – Architektenentwurf für Neubau auf dem Schützenplatz wird abgelehnt

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lehrte sieht mit dem von der Verwaltung vorgelegten Architektenentwurf für ein Gymnasium im Stadtpark ihre Befürchtungen bestätigt. In der letzten Sitzung des Schulausschusses wurde ein viergeschossiger Baukörper vorgestellt, der als Riegel in die Stadtparkfläche gebaut würde.

Dazu erklärt Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Licht: „Das ist ein schwerwiegender Eingriff in die Funktion des Stadtparks als durchgängiger Gesamtgrünzug vom Hohnhorstsee bis zur Fontäne vor dem Stadtwerke-Neubau. Mit seinem alten Baumbestand, den Freiflächen und den Wasserflächen ist der Stadtpark eine ökologische Schatzkiste. Der Park ist wichtig für das Mikroklima, für die Naherholung und Artenvielfalt – er dient als grüne Lunge für die Innenstadt.“ Auch im aktuell gültigen regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) der Region Hannover ist der Erholungsraum Hohnhorstpark ausdrücklich inklusive des Schützenplatzes an jetziger Stelle als sogenanntes „Vorranggebiet infrastrukturelle Erholung“ ausgewiesen.
Der Architektenentwurf findet bei den Sozialdemokraten auch aus funktionalen Gründen keine Zustimmung. Es sei vollkommen unklar, wie 1.500 Schülerinnen und Schüler sowie 140 Lehrkräfte täglich zur Schule kommen. Es gebe keine direkte Busverbindung, der gezeigte Parkplatz sei erkennbar zu klein und eine unverzichtbare große Fahrradabstellanlage fehle gänzlich. Eine Zufahrt zum Fachwerkhaus und zum Parkschlösschen fehle ebenso. Zu allem Überfluss sei die Fläche des Schützenplatzes so dicht verplant, dass eine zukünftige Erweiterung nicht möglich sei. Maren Thomschke, Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Schulausschuss, fasst die Beratungen der SPD-Fraktion so zusammen: „Für uns ist entscheidend, dass die im Raumprogramm festgelegten Anforderungen der Schule erfüllt werden. Das ist mit Neubau und Modernisierung auf den Bestandsflächen, der Variante D, sichergestellt. Die zentrale Lage der beiden Standorte mit einer hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr spielt für uns eine wichtige Rolle.
Das Lehrter Zentrum ist für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gut zu erreichen, die Mensa kann weiter am jetzigen Standort von allen genutzt werden. Dass die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums zum ganz normalen Bild der Lehrter Innenstadt gehören, ist für eine Stadt der Größe Lehrtes keineswegs selbstverständlich und stellt einen besonderen Vorteil dar.“

Vorherige Meldung: 1 Tag 1 Euro - Teil des Sofortprogramms "Klimaschutz"

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