Für das Lehrter Schwimmbad eröffnen sich neue Förderchancen aus Berlin. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat einen weiteren Projektaufruf im Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" (SKS) gestartet – mit besonderem Fokus auf Schwimmbäder. Die SPD Lehrte will, dass die Stadt diese Möglichkeit nutzt – und hat bei der Verwaltung nachgefragt, ob bereits ein Antrag gestellt wurde.

Der politische Auftrag ist klar formuliert. Auf Initiative der SPD hat der Rat beschlossen, Fördermittel des Bundes einzuwerben. Dieser Beschluss bezog sich auf die erste Tranche der sogenannten „Sportmilliarde" – und macht deutlich: Lehrte will die Chance auf ein neues Schwimmbad nutzen.
 

Die Lage ist eindeutig. Das bestehende Bad ist technisch am Ende. Eine wirtschaftliche Sanierung kommt nicht mehr infrage. Wenn Lehrte ein Schwimmbad behalten will, braucht es einen Neubau.

„Wir wollen, dass die Stadt alle Chancen nutzt", sagt Timo Bönig, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Fördermittel sind der Schlüssel, um das Projekt überhaupt stemmen zu können."

Für den SPD -Bürgermeisterkandidaten Michael Clement ist damit auch die Führungsfrage verbunden: „Lehrte braucht klare Prioritäten und Tempo bei zentralen Projekten. Dazu gehört das Schwimmbad. Wir müssen die Planung voranbringen und die Finanzierung sichern – konsequent und ohne Umwege."

Denn klar ist auch: Ein neues Schwimmbad kostet viel Geld – deutlich über 20 Millionen Euro. Ohne Unterstützung von Bund und Land wird es nicht gehen. Die SPD erwartet, dass die Stadt offene Fördermöglichkeiten zügig nutzt.