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24. Oktober 2020: Radschnellweg Lehrte-Hannover jetzt! Keine weiteren vergleichenden Gutachten nötig!

Mit der Beschlussvorlage 127/2020 schlägt die Verwaltung vor, die Route des Radschnellweges Hannover-Lehrte auf dem Eisenbahnlängsweg bis zur Schillerstraße und weiter durch zwei enge Fußgängertunnel bis zu Bahnhof Lehrte als Alternativroute näher zu untersuchen. Dieses Ansinnen hat der Rat der Stadt Lehrte aufgrund eines ähnlichen CDU-Antrages vom Juli letzten Jahres bereits abgelehnt. Argumente waren u.a. die schlechte Anbindung der Wohngebiete in der südlichen und westlichen Kernstadt sowie die Kreuzung des Radschnellwegs durch den Schwerlastverkehr von der A2 zum Mega-Hub-Anlage.

„Wie die Verwaltung darauf kommt, jetzt diese Variante erneut von der Region Hannover untersuchen zu lassen, erschließt sich mir nicht. Die Trasse ist offensichtlich untauglich“ so die Fraktionsvorsitzende der SPD Maren Thomschke.

„Wir brauchen keine weiteren vergleichenden Gutachten, die nur Zeit kosten und Geld verschwenden in die Untersuchung einer Strecke, die der Rat bereits abgelehnt hat“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Die Linke Thomas Schwieger.

Auf Vorschlag vom Vorsitzenden der SPD-Fraktion Hans-Jürgen Licht und dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen Ronald Schütz zeigt sich nunmehr aber eine Lösung für die Streckenführung des Radschnellweges durch die Ortschaft Ahlten ab. Sie soll jetzt nicht mehr durch die Birkenstraße führen, sondern vom Bahnhof Ahlten weiter geradeaus an der Firma TenneT entlang bis zur Straße Am Rehwinkel (K122) um dort nach Süden abzuknicken und danach weiter auf der bereits untersuchten Trasse nach Lehrte zu führen.

„Mit dieser Möglichkeit wird der Konfliktpunkt Birkenstraße in Ahlten entschärft und die Firma TenneT wird elegant direkt an den Radschnellweg angebunden,“ so Ronald Schütz, Fraktionsvorsitzender Grüne. "Eine echte Win-win-Situation,“ so Schütz weiter.

„Der Realisierung dieser Wegeführung des Radschnellweges durch die Region Hannover steht nichts mehr im Wege, der Bau kann beginnen“, sind sich die vier Fraktionsvorsitzenden einig.

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Kommentare

Daniel Karg
Lieber Ulrich, ich schreibe hier mal als nicht-autorisierte Vertretung ... Wie Du vor inzwischen geraumer Zeit lesen konntest, ist dieser zweite Prüfauftrag nun mit Rücksichtnahme auf die Belange der Ahltener Bevölkerung auch mit den Stimmen der SPD genehmigt worden. Grundsätzlich sind wir aber der Auffassung, dass anstehende Projekte und Verfahren auch irgendwann einmal zu Ende geführt und politisch beschlossen bzw. Beschlüsse eingehalten werden sollten. Dies ist Teil der politischen Gesamtverantwortung auch in einer Kommune und es ist natürlich klar, dass bei diesen Entscheidungen nicht immer alle Beteiligten zu 100% zufrieden gestellt werden können. Du bist aber herzlich eingeladen, beim nächsten Problem auch schon früher in den Prozess einzugreifen und Dich an Deine Abteilung, den Ortsverein oder die Fraktion der SPD zu wenden. Das geht vielleicht schneller und der Austausch ist besser. Viele Grüße, Daniel
Ulrich Neufert
Moin. Ich finde das Vorgehen der SPD und der mit ihr koalierenden Parteien beim Thema Radschnellweg etwas nassforsch. Was spricht gegen die Untersuchung der Alternativstrecke nördlich der DB-Gleisanlagen? Hier findet sich wenigstens eine ausreichend breite Verkehrsfläche, die Radschnellweg und den Anliegerverkehr auf getrennten Spuren zulassen. Das gilt nicht für den schmalen Fuhrenweg, der besonders im Bereich des stark von Fußgängern und Autos frequentierten Bereichs zwischen den Gartenkolonien nicht verbreitert werden kann (Bepflanzung mit etwa 30 Jahre alten Lindenbäumen). Warum wird der vorhandene Radweg südlich der Landesstraße zwischen Lehrte und Ahlten eigentlich nicht in die Überlegungen für den Radschnellweg einbezogen. Hier besteht bereits eine Trasse, die nur verbreitert werden müsste, der Radweg könnte dann am östlichen Ortsrand Ahltens bis zum Tennet Campus geführt werden. Bitte, liebe Genossen, setzt eure Scheuklappen ab und diskutiert ohne Furcht vor besseren Argumenten. Ulrich Neufert

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