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Lehrte entwickelt sich weiter: Die SPD hat in den letzten Jahren dabei mitgeholfen, die Attraktivität unserer Stadt für neue Gewerbeansiedlungen durch eine umsichtige Verkehrs- und Wirtschaftspolitik zu fördern. Der Wirtschaftsstandort Lehrte hat dabei nur gewonnen, wie neue Firmenansiedlungen und die dadurch bedingte Schaffung von neuen Arbeitsplätzen zeigen. Großes steht indes noch bevor: Der letzte noch nicht bebaute Teil des ehemaligen Zuckerfabriksgeländes, das sog. C-Gelände, muss nun mit Weitblick und Vernunft beplant werden. Die SPD will dafür sorgen, dass hier ein ausgewogener Mix an Kleingewerbebetrieben entstehen kann. Auch die geplante Stichstraße zum Pfingstanger ist den Lehrter Sozialdemokraten ein wichtiges Anliegen.

Warum war und ist es eigentlich für Lehrte so wichtig, Gewerbeflächen auszuweisen und Firmen anzusiedeln?

Es geht vor allem um Arbeitsplätze, die in Verbindung mit der Ausweisung von Wohnbauland dafür sorgen sollen, dass die Menschen in Lehrte bleiben können und junge Familien von außen dazukommen. Wir müssen den Bevölkerungsverlust ausgleichen, der durch die älter werdende Gesellschaft entsteht. Aber auch für die Finanzen der Stadt sind Firmenansiedlungen wichtig. Noch ist die Gewerbesteuer neben der Einkommenssteuer die wichtigste Ein-nahmequelle der Stadt. Das sorgt für einen ausgeglichenen Haushalt, was im Vergleich zu Lehrte nicht viele Städte in der Region Hannover vorweisen können. Nur so ist es auch es möglich, Einrichtungen wie etwa die Bäder, die Jugendzentren und unsere Kindergärten zu finanzieren. Dabei war die Entwicklung der Stadt Lehrte zum florierenden Wirtschafts-standort keinesweg eine Selbstver-ständlichkeit. Bis zum Jahre 1989 lag Lehrte in einer Randlage, erst mit der Wiederver-einigung rückte die Stadt in die Mitte Deutschlands und Europa. Die Stadt Lehrte nutzte die Gunst der Stunde, kaufte große Flächen auf, erschloss sie und siedelte darauf Firmen an, die schnelle und günstige Verkehrsver-bindungen brauchten. So ist die Everner Straße zu einer blühenden Gewerbe-landschaft geworden. Angesiedelt wurden z.B. die Firmen Hornbach und Valentin Klein (Rexel). Auch die Miele-straße erwies sich als attraktives Gelände für entsprechende Firmen: Berberich, Vögele, Schäfers` Brot. Auch Ahltens Gewerbegebiet Im Kleifeld profitierte von der Entwicklung. Große Hoffnungen wurden zunächst in die Entwicklung eines Güterverkehrs-zentrums gesetzt. Davon sollte die ganze Region Hannover profitieren. Lehrte leistete seinen Beitrag und förderte die Planungen intensiv. Das geschah auch aus Eigeninteresse: Die Westumgehung mit der Eisenbahnbrücke wurde gebaut, und die Autobahn-Anschlussstelle verschob man Richtung Westen, damit der zusätzliche Verkehr aufgenommen werden konnte. Im Zuge der Expo 2000 kam es auch zu zwei bedeutenden Firmenansiedlungen im GVZ-Gelände: Deutscher Paketdienst (DPD) und Nelke, später kam ein Autohof dazu. Aber die große Lösung lässt bis heute auf sich warten. Jetzt plant die Bahn nur noch eine kleinere Anlage, auf der Containerzüge neu zusammengesetzt werden sollen. Auch im Bereich Aligse, nördlich der Autobahn tat sich etwas. Dort siedelte sich die Firma Petzold mit Audi und VW und fand damit ein Gelände, das zukunftsweisend ist.
Wie schnell sich die Firmenlandschaft ändern kann, erlebten wir mit der Schließung der Zuckerfabrik, eines der ältesten Unternehmen in Lehrte. Auch die Schließung des Grubenbetriebs von Kali und Salz kostete nicht nur viele Arbeitsplätze, sondern es ging auch die Ära der Bergbaustadt Lehrte zu Ende. Daran erinnern jetzt nur noch die Seilscheibe an der Iltener Straße und der Förderturm Bergmannssegen. Auf Iltener Gebiet wird die Abraumhalde noch lange von diesen Zeiten künden.

Was wird auf dem C-Gelände des ehemaligen Zuckerfabrikgeländes passieren?

Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich zu Recht, was nun dort wohl passieren wird, nachdem der Einkaufsbereich und die Stadtpark-erweiterung so gut gelungen sind. Hier müssen wir allerdings zunächst abwarten, was der Eigentümer aufgrund seiner Aktivitäten zur Vermarktung des Geländes vorschlagen wird. Ausgeschlossen ist die Einrichtung eines Baumarkts. Dieser Beschluss wurde auf Initiative der SPD vom Rat der Stadt Lehrte gefasst. Niemand hat etwas gegen Baumärkte, aber an diese Stelle würde eine solche Einrichtung nach unserer Auffassung aus städtebaulichen Gründen einfach nicht passen, zumal es an dieser Stelle bereits einen gibt. Die SPD wird sich aber in jedem Fall dafür einsetzen, dass im Zuge der Ansiedlung von Unternehmen am westlichen Rand des C-Geländes eine Stichstraße entsteht, die die Germaniastraße und den Pfingstanger miteinander verbindet. Diese neue Straße soll die Wege zum Stadion, der Kindertagesstätte am Hohnhorstweg, zum Hallenbad, und den anderen dort gelegenen Einrichtungen wieder verkürzen und das neue Gewerbegebiet zugleich erschließen. Wir stehen zu dem Beschluss, den Pfingstanger zwischen Manskestraße und Hohnhorstweg ge-schlossen zu haben, weil nur so die Stadtparkerweiterung wirklich Sinn macht. Aber wir wissen um den vor-handenen Unmut aufgrund der nun verlängerten Wege.

Wie wird mit dem stärkeren Verkehrsaufkommen aufgrund der Gewerbeansiedlungen umgegangen?

Gewerbeansiedlungen, gerade im Logistikbereich, bringen ohne jeden Zweifel neben den bereits genannten positiven Effekten auch zusätzlichen Verkehr insbesondere LKW-Verkehr mit sich. Diese Verkehre müssen sinnvoll gelenkt werden, damit die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nicht leidet. Mit dem LKW-Lenkungskonzept wurden erste Erfolge erzielt. Zudem haben Fachleute und interessierte Bürger in den letzten Jahren ein umfassendes Konzept für die verkehrliche Entwicklung Lehrtes erarbeitet.

Die SPD will ...

  • weiterhin die Ansiedlung von Gewerbe fördern, damit Arbeitsplätze, Finanzkraft und Lebensqualität in Lehrte erhalten bleiben
  • die Umsetzung des LKW-Lenkungskonzepts
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