Aktionsprogramm Kinder, Jugend, Familie

SPD beschließt Kinder-, jugend- und familienpolitisches Aktionsprogramm

Verbesserung der Betreuung für Kinder unter drei Jahren hat Priorität

(Kompletter Beschluss am Ende als PDF-Datei)

Mensch

Einstimmig verabschiedete die Mitgliederversammlung des Lehrter SPD-Ortsvereins am 30. Juni 2005 ein umfassendes ‚Kinder-, jugend- und familienpolitisches Aktionsprogramm für Lehrte’. Nach den Worten des Ortsvereinsvorsitzenden Burkhard Hoppe wurde das Programm in den vergangenen Monaten von einer Arbeitsgruppe unter Leitung seines Stellvertreters Ekkehard Bock-Wegener entworfen und anschließend in allen Ortsteilen sowie in der Ratsfraktion diskutiert.

 

Bock-Wegener benennt die zwei Ziele des Programms:
Aufzeigen der in Lehrte bereits vorhandenen, guten Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien: von Kindertagesstätten über Schulen, Jugendzentren, Spiel- und Bolzplätzen bis hin zur vor allem durch Ehrenamtliche getragenen Verbandsarbeit;
Benennung der aktuellen Herausforderungen und der erforderlichen Prioritätensetzungen in diesem Bereich aus der Sicht der Lehrter SPD.

Ganz oben steht die Umsetzung des Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG). Maßnahmen zur Entwicklung eines Stufenplans seien bereits eingeleitet worden, so SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Ahrens. Ziel sei es, in Lehrte, so schnell es aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen geht, ein bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren zu schaffen.
Eine weitere wichtige Herausforderung ist aus der Sicht der SPD die Verbesserung der Situation im sog. „nachschulischen Bereich“. Da es leider noch keine flächendeckenden Ganztagsschulangebote gibt und die Nachfrage das vorhandene Angebot übersteigt, heißt das, auf anderen Wegen weitere Betreuungsplätze zu schaffen. Für Ganztagsschulen setzt sich die SPD dort ein, wo die Betroffenen es wünschen.
Auch für den Jugendbereich wurde ein Katalog an Maßnahmen formuliert, um die vorhandene gute Arbeit weiter zu verbessern. Mit dem Neubau eines Jugendhauses am Aligser Weg soll das flächendeckende Angebot an Jugendzentren erhalten und ausgebaut werden. Die Sozialdemokraten wollen zudem in Ahlten und Sievershausen die räumliche Situation der Jugendtreffs verbessern. Der Stellvertretende Ratsfraktionsvorsitzende Dr. Jürgen Teiwes benennt weitere zentrale Punkte: die Fortschreibung der Jugendhilfeplanung wurde bereits eingeleitet, die Rolle des Jugendhilfeausschusses soll künftig gestärkt und das eigene städtische Jugendamt soll erhalten werden.
Vor allem aber sollen Kinder und Jugendliche, wo immer sie betroffen sind und wo immer es geht, in Lehrte selbst mitreden, führt Juso-Sprecherin und Ortsvereinsvorstandsmitglied Maren Thomschke aus. Wenn es um Spielplätze oder Einrichtungen für Jugendliche wie Bolzplätze oder Skateranlagen geht, sollten solche „Lernorte für Demokratie“ geschaffen werden.
Die SPD setzt sich darüber hinaus dafür ein, das gute Miteinander von Alt und Jung in Lehrte weiter zu fördern. Die Entwicklung eines „Mehr-Generationen-Wohngebiets“, in dem einerseits die Älteren die Eltern bei der Kinderbetreuung entlasten und andererseits die Kinder den Älteren behilflich sein können, ein, ist ein konkreter Vorschlag. Außerdem schlagen die Sozialdemokraten vor, den eingeleiteten Stadtmarketingprozess durch die Einrichtung eines „Lokalen Bündnisses für Familie“ zu ergänzen. Die Erfahrung aus mittlerweile 150 in ganz Deutschland existierenden Bündnissen zeige, dass hier so Manches Positive für die Familien entstünde, was einer Stadtverwaltung allein nicht möglich sei.

Der Entwurf für das Programm wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Ekkehard Bock-Wegener vorbereitet, an der Daniel Karg, Helga Laube-Hoffmann, Klaus Sidortschuk, Maren Thomschke, Jürgen Wünsche, Günter Friedrich und Dr. Jürgen Teiwes mitarbeiteten. Aus dem Programm heraus wird jetzt ein konkretes Maßnahmepaket mit Festlegungen „Wer kümmert sich um Was?“ erstellt.


SPD-Ortsverein Lehrte
Burkhard Hoppe (Vorsitzender)
Zum Grenzgraben 7
31275 Lehrte

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2004 Aktionsprogramm Kinder-Jugend-Familie.pdf PDF 31 KB