Zum Inhalt springen

Für alle ein Gewinn

Die SPD will...

  • die Entwicklung des Einzelhandels zum Wohl der Bürger innen und Bürger und der Geschäftsleute in Lehrte vorantreiben.
  • die Verbindung des neuen Einkaufszentrums Zuckerfabrik mit den bestehenden Geschäften in der Burgdorfer Straße und dem Neuen Zentrum fertigstellen.
  • den Lehrter Stadtmarketingverein darin unterstützen, neue und kreative Ideen für ein attraktives Lehrte zu entwickeln.
Einkaufsstadt diesen Titel trägt Lehrte mittlerweile mit Recht. Die Gestaltung des früheren Zuckerfabrikgeländes mit dem angrenzenden neuen Stadtpark hat das Einkaufen in Lehrte sowohl für unsere Bürgerinnen und Bürger als auch für auswärtige Besucher deutlich attraktiver gemacht. Die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt und der umliegenden Dörfer und Gemeinden geben ihr Geld nun häufiger in Lehrte aus als in den konkurrierenden Nachbarstädten. Damit ist in Lehrte unter Führung der SPD ein Kraftakt gelungen, der unsere Stadt für die nächsten Jahrzehnte prägt. Bis in die siebziger Jahre hinein war der Bahnhof der Mittelpunkt der Stadt und nicht etwa ein Marktplatz mit Bürgerhäusern und einer gewachsenen Altstadt. Ein solches Zentrum gab es nicht. In Lehrte hatten sich in den Jahrzehnten zuvor nach und nach kleine Geschäftszentren an der Burgdorfer Straße, an der Ahltener Straße und am Sedanplatz gebildet - ohne einen echten Anziehungspunkt. Lehrte war als Einkaufsstadt demzufolge weniger attraktiv. Die Bürgerinnen und Bürger der umliegenden Dörfer und auch der Kernstadt orientierten sich lieber nach Burgdorf, Peine oder Hannover. So waren Rat und Verwaltung in den siebziger Jahren gefordert, ein Konzept zu entwickeln, um den Kaufkraftabfluss zu stoppen. Das war nur mit einem attraktiven Geschäftszentrum in zentraler Lage zu erreichen. Und es wurde eines gebaut - das Neue Zentrum entstand. Die Besonderheit des Lehrter Modells lag in der großen Beteiligung der ortsansässigen Geschäftsleute, die als selbstständige Bauherren auftraten. Es gab also keinen Investor, sondern eine Bauherrengemeinschaft. Dazu kaufte die Stadt den größten Teil der Flächen auf, und im Zuge einer Umlegung wurden diese wieder neu verteilt. Auch die heimischen Geschäftsleute sahen ein, dass für das Funktionieren des Neuen Zentrums ein Magnet gebraucht wurde, wie es auch zahlreiche Gutachter gefordert hatten. So baute das mittelständische Unternehmen Wäsch aus Misburg ein Kaufhaus, das später auf zwei Etagen mit einem großen Angebot seine Aufgabe als ,,Magnet hervorragend erfüllte. Das war im Jahr 1979 und alle in Lehrte glaubten, nun sei für die nächsten 50 Jahre für die Geschäftswelt alles in bester in Ordnung.
Aber das war ein Irrtum. Im Laufe der folgenden 15 Jahre nahmen die Verkaufsflächen des großflächigen Einzelhandels rings um Lehrte gewaltig zu. Bei bestimmten Waren des täglichen Bedarfs zeigten sich die Defizite. Wir hatten zwar in Lehrte in der Summe nicht zu wenig Geschäfte, aber sie waren oft zu klein und nicht eingebettet in ein Geschäftszentrum. Der Kaufkraftabfluss nahm wieder rapide zu. Nach und nach verlor das Neue Zentrum seine Attraktivität, und es kam zur Reduzierung der Verkaufsflächen und sogar zur Schließung von Geschäften, vor allem in der Burgdorfer Straße. Das geschah wohlgemerkt schon zu einer Zeit, als das Zuckerfabriksgelände erst in der Vorplanung war. So schlimm die Schließung der Zuckerfabrik für die Beschäftigten und für die Stadt auch war, sie bot doch die einmalige Gelegenheit, in Lehrte auf der frei werdenden Fläche ein Geschäftszentrum zu entwickeln, das den Kaufkraftabfluss stoppen und den Trend endgültig umkehren konnte. Im Gegensatz zum Neuen Zentrum lagen die Besitzverhältnisse hier völlig anders. Es gab nur einen Eigentümer, die Nordzucker AG, die nicht die Absicht hatte, die Flächen an die Stadt zu verkaufen - mit Ausnahme der zu erhaltenden Gebäude. Die Nordzucker beauftragte einen Investor, die HBB, um das gesamte Gelände in einem Zuge zu entwickeln. Die Stadt konnte nur über ihre Planungshoheit steuernd eingreifen. Es folgte ein zähes Ringen mit dem Investor um die Planung und die Baugestaltung. Die SPD hätte zum Beispiel gern die Flächen für Parkplätze verkleinert und lieber mehr in die Höhe gebaut. Beides wurde vom Investor kategorisch abgelehnt. Auch viele andere Wünsche der Bevölkerung sind am Investor gescheitert - manchmal auch an der Finanzsituation der Stadt. Rat und Stadtverwaltung hätten sich auch eine stärkere Beteiligung der heimischen Geschäftswelt auf dem Zuckerfabriksgelände gewünscht. Die anfängliche Bereitschaft der Kaufleute wurde dann doch nicht in die Tat umgesetzt, wobei die insgesamt schlechte Konjunkturlage bei den Entscheidungen sicher eine große Rolle gespielt hat. Die bisherigen Besucherzahlen auf dem Zuckerfabriksgelände lassen hoffen, dass der Kaufkraftabfluss aus dem Lehrter Bereich endgültig gestoppt werden kann. Allein der Elektro-Fachmarkt ist eine Bereicherung, ein Angebot, das es bisher nicht gab. Ein Kernproblem allerdings ist bisher noch nicht gelöst: Wie schafft man die Verbindung vom Neuen Zentrum zum Zuckerfabriksgelände? Dazu wird zurzeit die Planung für das noch zu bebauende Gelände mit dem Namen Neiseke-Block erstellt. Es soll zusammen mit der gegenüber liegenden Volksbank die Lehrter animieren, diesen Bereich zu besuchen. Besonders am Abend soll die geplante Beleuchtung und die Gastronomie die Menschen einladen. Investitionen sind nötig, um den Verbindungsbereich und die Burgdorfer Straße attraktiver zu gestalten. Es laufen zur Zeit Bauarbeiten in der Burgdorfer Straße, die den anliegenden Geschäften Probleme bereiten. Aber man kann sicher sein, dass nach der Umbauphase dieser Bereich noch attraktiver sein wird als vorher, und die Geschäfte werden davon profitieren. Bleibt noch das Neue Zentrum. Um diesen Bereich wieder ansprechender zu machen, braucht es noch mehr Phantasie als für das bisher Geplante. Bei der Gestaltung muss dringend etwas passieren. Wie wäre es etwa mit einem Glasdach, das das ganze Neue Zentrum zur Passage machen würde? Die Geschäftsleute müssen sich Angebote überlegen, die bisher noch nicht auf dem Markt waren. Am besten wäre ein gemeinsamer Plan von Stadt und Geschäftsleuten, ein Plan aus einem Guss, der auch mit der Situation auf der Burgorfer Straße und mit dem Zuckerfabriksgelände zusammen passt. Damit die Einkaufsstadt Lehrte am Ende noch attraktiver wird. - zurück -

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.